Asiatische Hornisse (Vespa Velutina Nigrithorax)

Wie sieht sie aus?
Die asiatische Hornisse (Vespa Velutina Nigrithorax) ist etwas kleiner als die einheimische europäische Hornisse (Vespa Crabro). Sie ist überwiegend scharz gefärbt und hat eine gelb-orange farbige Binde am Hinterleib. Sehr markant sind die gelben Beine.

Primärnest
Wie bei der europäischen Hornisse überwintert nur die Königin z.B. geschützt in einem Holzstapel, unter Laub oder an anderen versteckten Orten.
Im Frühjahr gründet Sie ein kleines Nest (Primärnest). Diese Nester finden sich häufig in Voglenistkästen, unter Carports oder Schuppen.
Wenn ausreichend Arbeiterinnen geschlüpft sind, verlegt das Volk sein Nest (Sekundärnest) in luftige Höhe in einen Baum.
Dort wächt das Volk zu einer stattlichen Größe von bis zu 5000 Tieren an. Es finden sich bis zu 12 Nester der asiatischen Hornisse pro Quadratkilometer.
Im Herbst dann beginnt das Volk Jungköniginnen und Drohnen zu produzieren.
Die Jungköniginnen werden begattet und suchen sich dann einen Platz zum überwintern.
Die alte Königin stirbt und das Volk ebenfalls.
Im nächten Jahr beginnt der Zyklus dann erneut.

Eingewandert mit Töpferwaren
Erstmals wurde die gelbbeinige Hornisse im Jahr 2004 in Frankreich gesichtet. Eine einzige Königin wurde mit Töpferwaren aus China eingeschleppt.
Seit dem konnte sich dies Art sehr weit in Europa ausbreiten. Sie findet sich in Frankreich, Spanien, Belgien, England, den Niederlanden, Luxemburg und Italien. In Deutschland wurden die ersten Exemplare 2014 entdeckt. In jedem der westlichen Bundesländer ist sie mittlerweile zu finden. Sie breitet sich recht rasch weiter in Richtung Osten aus.

Ernährung
Die Tiere benötigen für die Aufzucht ihres Nachwuchses proteinhaltige Nahrung. Den Bedarf decken sie überwiegend durch andere Insekten.
Wildbienen, Wespen und Bienen sind die bevorzugte Beute der gelbbeinigen Hornisse.
Da die Nester mit bis zu 5000 Tieren sehr groß werden benötigt so ein Hornissenvolk zwischen 11 kg und 15 kg an Insekten.
Dieser enorme Appetit stellt eine weitere Bedrohung der Biodiversität dar.
Spätestens im Herbst, wen durch die Aufzucht der Jungköniginnen der Nahrungsbedarf am größten ist, fängt die asiatische Hornisse an an Bienenstöcken zu räubern. Die schwer mit Nektar und Pollen beladenen Sammelbienen werden leichte Beute bei der Heimkehr. Ein so gebeuteltes Bienenvolk kann so stark unter Stress geraten, dass es den Winter nicht überstehen kann.
Im nächsten Jahr fehlt dann die
Bestäubungsleistung des gstorbenen Bienvolkes.
Die erwachsenen Hornissen ernähren sich durch zuckerhaltige Kost wie Obst.
Dadurch entstehen neben der fehlenden Bestäuber weitere Schäden in der Ladwirtschaft und im Obstbau da die angefressenen Früchte nicht mehr vermarktet werden können.
Der Mensch
Die asiatische Hornisse ist dem Menschen gegenüber wenig aggresiv. Lediglich das Nest wird bei Annäherung massiv verteidigt.
Allerdings wird aus anderen Ländern berichtet, dass es bei Erntehelfern und Forstarbeitern vermehrt zu Stichen gekommen ist.
Durch die enormen Nestgrößen und eine große Populationsdichte ist es jedoch denkbar, dass es häufiger zu Stichen durch die asiatische Hornisse kommen kann.

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